Glückspilzbericht: Fino

Veröffentlicht von Gina am

Hallo, ich bin Fino

und wohne ziemlich genau seit einem Jahr bei Heike und Bernd in der Nähe von Weil der Stadt. Damals, im Februar 2021 kannte man mich auf dem Schlatthof noch als Flynn. Doch am 6. Februar hat sich außer meinem Namen noch ziemlich viel verändert. Heike und Bernd wollten eigentlich eine Hündin und ich habe mich gefragt, warum die mich anfangs erst mal übersahen, obwohl ich mit meinen 8 Monaten schon ein stattlicher Kerl war. Erst als sich die Hunde-Mädels auf dem Hof so zickig anstellten und ich mich schwanzwedelnd und pfotegebend an die beiden heranmachte, bemerkten sie, dass auch Rüden ein unübersehbares Schmusepotential haben können.

Kurzum, ich wurde angeleint und sie nahmen mich zum Spaziergang mit. Da hörte ich Heike bald  sagen: „Also den können wir eigentlich gleich mitnehmen!“ Ein Grund mehr, mich von meiner besten Seite zu zeigen. Ich musste ja nicht an jeder Pfütze stehen bleiben und zeigte den beiden was man unter „brav an der Leine laufen“ versteht. Dennoch musste ich mich noch ein wenig gedulden, da man ja nicht gleich beim ersten Kennenlernen vom Schlatthof weggegeben wird. Meine beiden Zweibeiner waren aber so begeistert von mir, dass sie gleich am nächsten Tag wieder den langen Weg zu mir machten. Irgendwie war es Liebe auf den ersten Blick. Das spürte auch Frau Schneider und so kam ich eine Woche später in Weil es mir gelang, die erwachsenen Kinder von Heike und Bernd mit meiner charmanten Art ebenfalls einzuwickeln, wollte der Robin auch unbedingt einen Schlatti. Und so kam es, dass er im Oktober meinen derzeitig besten Kumpel vom Schlatthof holen konnte.

Bailey hieß der; und weil es auch ein Bulgare war hatten wir von Anfang an keinerlei Verständigungsprobleme. Der war zwar noch ein wenig klein, erst 7 Monate alt, aber rennen konnte der schon richtig schnell. Und darauf kommt es schließlich an, wenn man „Rübenschwein“ spielt. Baileys neuer Papa nannte diesen dann bald Dago. Wahrscheinlich, weil er als Kind mal einen lieben Hund kannte, der so hieß. Nun ja, mir ist es eigentlich ganz egal wie er heißt; Hauptsache wir dürfen oft miteinander spielen! Inzwischen ist Dago schon fast so groß wie ich und ich schmeiß ihn beim Spielen nicht immer gleich auf den Boden. Vielleicht erzählt Dago aber auch selbst mal was von sich. Ich selbst hätte noch viel zu erzählen, aber ich wollte hier ja kein Buch schreiben.

Jedenfalls geht’s mir super und ich mache Mama und Papa zuliebe auch meistens was die von mir wollen, obwohl ich auch ein sturer Herdi sein kann. Die Tochter von denen hat nämlich eine Mischlingserkennungs-App. Demnach hab‘ ich 85 % Rafeiro do Alentejo in mir – das ist ein portugiesischer Herdenschutzhund. Und als HSH darf man auch mal seinen eigenen Kopf haben. Zumindest hat das mal jemand gesagt. Und sie lieben mich genau so wie ich bin, da bin ich mir sicher!


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