Der Tierschutzhof
1997 hat Susanne Schneider die Tierschutzinitiative ins Leben gerufen. Aus einer klaren Haltung heraus und mit viel persönlichem Einsatz. Über Jahre ist daraus der Schlatthof entstanden, ein Ort für Tiere, die sonst niemand wollte oder für die sich niemand zuständig fühlte. 2002 wurde der eigene Hof Realität. Vieles war damals renovierungsbedürftig. Es wurde umgebaut, erweitert, gezäunt, Stück für Stück. Immer mit dem Ziel, Tieren Sicherheit zu geben, nicht nur kurzfristig, sondern verlässlich.
Finanziert hat sich die Arbeit von Anfang an ausschließlich über Spenden. Das ist unabhängig, aber es bedeutet auch: nichts ist selbstverständlich.



Seit 2025 liegt die Verantwortung in neuen Händen. Anke Stöhr, Gina Bruscella und Doris Lang führen den Verein weiter. Mit Respekt vor dem, was aufgebaut wurde, aber ohne Stillstand. Wir bringen den Schlatthof strukturell und organisatorisch auf Kurs und schauen genau hin, wo wir wirksam sind und wo nicht.
Unser Schwerpunkt liegt heute klar auf Hunden. Wir arbeiten im Auslandstierschutz, unterstützen Kastrationsprojekte und holen Tiere aus Situationen, in denen Wegschauen einfacher wäre. Es ist immer wieder eine neue Herausforderung, einem besonders schwierigen Tier zu helfen. Doch jeder noch so kleine Fortschritt ist der Lohn und gibt wieder neue Kraft.
Der Schlatthof ist für uns kein Endlager, sondern eine Zwischenstation mit Ziel. Wir bereiten unsere Hunde gezielt auf ihr neues Leben vor. Das heißt nicht nur füttern und sauber machen. Das heißt Alltag üben, Bindung aufbauen, Regeln lernen, Umweltreize kennenlernen, Vertrauen entwickeln.
Wir investieren viel Zeit in eine saubere Vermittlung. Wir schauen genau hin, welches Tier zu welchem Menschen passt. Keine schnelle Übergabe, nur damit ein Platz frei wird. Lieber ein Gespräch mehr als eine Rückgabe später. Unser Anspruch ist, dass Hund und Mensch langfristig zusammenbleiben.
Und wenn ein Hund seinen Platz bei uns auf dem Hof gefunden hat, weil er nicht mehr vermittelbar ist oder hier einfach angekommen ist, dann darf er bleiben. Ohne Zeitdruck. Ohne Fragezeichen. Dann ist der Schlatthof sein Zuhause.
